Lesetipps!

Aktuelle Bücher Pastoraltheologie, Theologie und Sozologie, auch Vorträge, Tagungsberichte und Podcasts!

 

 

Sabrina Müller Gelebte Theologie

Dieses Buch ist ein gelungener Band zum Thema Leutetheologie bzw. Gelebte Theologie. Beides ähnliche Ansätze, die für Kirchenentwicklung entscheidend sind (zu Leutetheologie siehe unten). 
Wer Engagment in der Kirche grundlegend theologisch verstehen will, findet in diesem Buch mehrere Zugänge:
allgemeines Priestertum, Gelebte Theologie und Empowerment. Neu bei Müller ist, dass sie die digitale Welt einbezieht und aufzeigen kann, wie dort Gelebte Theologie stattfindet. 

Hier ist die Zusammenfassung mit den wichtigsten Thesen.

 

 

 

 

 

Christoph Theobald: Christentum als Stil

Dieses Buch empfehle ich sehr - es bietet eine missionarische Pastoral, die die säkulare Welt ernstnimmt und kreativ mit ihr und nicht gegen sie einen zeitgemäßien Entwurf von Kirche vorlegt.
Besonders interessant ist die Entdeckung des Lebensglaubens, die hier ausführlich ausgearbeitet wird.

Die ausführliche Darstellung der zentralen Thesen finden Sie hier.

 

 

Pastoral für die Stadt

Martina Löw befasst sich in ihrer bereits zum Klassiker gewordenen Studie mit der Eigenlogik der Städte.

Martina Bär arbeit mit dieser Theorie der Eigenlogik und fragt nach einer angemessenen Gottesrede in (post-)modernen Stadtgesellschaften.

Für Akteure und Akteurinnen in der Citypastoral wie für alle, die Kirche in der Stadt weiterentwickeln wollen, lohnt sich die Lektüre des Exposés oder ein Blick in die beiden Bücher.

Beide Bücher werden in einem Exposé vorgestellt und bewertet.

 

 

Kann man heute noch zeitgemäß an Gott glauben?

Kann man heute überhaupt noch zeitgemäß an Gott glauben? Der Prager Soziologe und Priester Prof. Dr. h.c. Tomáš Halík spürt dieser Frage beim digitalen Kongress „Was und wie, wenn ohne Gott?“ nach, den wir an dieser Stelle live übertragen. Der digitale Kongress am 26./27. Februar 2021

(146) Gottlos werden oder Gott loswerden? Vortrag von Prof. Dr. h.c. Tomáš Halík beim digitalen Kongress - YouTube

Bitte beachten: Der Vortrag beginnt erst bei 6 min!

 

 

Zeitenwende Coronakrise. Gott und Welt mit und nach der Pandemie

Neujahrsgespräch in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt mit einem Impulsreferat von Dogmatikprofessorin Julia Knop.

Zum Viedostream: 

www.ev-akademie-wittenberg.de (Direktlink im Mitschrieb, s.u.)

Zusammenfassung des Vortrags (Mitschrieb)

 

 

Ergebnisse der Langzeitstudie zur Religion der Österreicher*innen

Der bekannte emeritierte Pastoraltheologie Paul Michael Zulehner legt zwei Bücher zur Lage von Religionen und Religionsgemeinschaften in Österreich vor: das eine ist seine Interpretation der vorliegenden Untersuchungsergebnisse (1), das andere ist die Präsentation der Untersuchungsergebnisse selber (2). Diese Untersuchungsergebnisse beziehen sich zum einen auf eine repräsentative Studie von 2020, zum anderen auf die Zusammenstellung und den Vergleich der österreichischen Religionsstudien seit 1970. Es geht also um eine Langzeitstudie über den Zeitraum von 50 Jahren.

Hier finden Sie die Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, die auch für die diözesane Kirchenentwicklung von Interesse sind. 

Hier weiterlesen.

 

 

 

Das Ereignis des Menschlichen. Menschenwürde und Seelsorge: Ein pastoraltheologischer Entwurf

Andree Burke: Das Ereignis des Menschlichen. Menschenwürde und Seelsorge: Ein pastoraltheologischer Entwurf,

Praktische Theologie heute Bd.171, Stuttgart: Kohlhammer 2020.

 Die ereignisbasierte Pastoral, eingeführt von Michael Schüßler mit seiner Habilitationsschrift „Mit Gott neu beginnen“, erfreut sich einer breiter werdenden Rezeption. In „Gemeinde auf Zeit“ (Besprechung ebenfalls auf dieser Seite) hat Peter Scherle Gemeinde auf Ereignis umgestellt und möchte damit dem Streit zwischen auf Dauer und auf Zeit entgehen.

Andree Burke legt nun einen Entwurf einer ereignisbasierten Seelsorge vor, die im Ereignis des Menschlichen gründet und dieses zum Vorschein bringen möchte. Freilich ist das Ereignis dem Machen entzogen, eine ereignisbasierte Seelsorge ist ein mach(t)loses Unterfangen, in dem sich das Mächtige des Menschlichen zeigen kann.

                                               hier weiterlesen

 

 

Das Handeln Gottes und die Coronakrise

Reinhold Bernhardt: Das Handeln Gottes – Christliche Perspektiven, in: Klaus von Stosch / Muna Tatari (Hg.): Handeln Gottes – Antwort des Menschen, (Beiträge zur komparativen Theologie Bd. 11) Paderborn: Schöningh Verlag 2014, 13-34.

Die Coronakrise stellt die Theologie vor Herausforderungen. Christiane Bundschuh-Schramm hat klassische und neue Modelle zum Handeln Gottes in der Welt, die Reinhold Bernhardt in seinem Aufsatz vorstellt, mit der Coronakrise und dem Virus Covid-19 gegengelesen. Den Beitrag finden Sie hier.

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Jan Loffeld: Der nicht notwendige Gott. Die Erlösungsdimension als Krise und Kairos des Christentums inmitten seines säkularen Relevanzverlustes

Jan Loffeld: Der nicht notwendige Gott. Die Erlösungsdimension als Krise und Kairos des Christentums inmitten seines säkularen Relevanzverlustes, (Erfurter Theologische Studien Bd. 117), Würzburg: echter 2020.

 Jan Loffeld ist ein kreativer Kopf unter den Pastoraltheolog*innen, an seiner eben erschienenen Habilitationsschrift kann ich gerade in Coronazeiten nicht vorübergehen. Denn die Krise hat mit Gott zu tun, ob man will oder nicht, stellt sie die Gottesfrage neu.

So jedenfalls meine bisherige Auffassung. Jan Loffeld spitzt die Krise nochmals zu, denn er konstatiert nicht eine allgemeine Gotteskrise, sondern eine spezifische Krise des Christentums. Denn seine Kerninhalte von Erlösung, Rettung und Heilung erleiden einen nicht mehr übersehbaren Relevanzverlust, dem sich Lehramt, Theologie und Pastoral, so Loffeld, stellen müssen.

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Monika Kling-Witzenhausen: Was bewegt Suchende? Leutetheologien – empirisch-theologisch untersucht

Monika Kling-Witzenhausen: Was bewegt Suchende? Leutetheologien – empirisch-theologisch untersucht, (Praktische Theologie heute 176), Stuttgart: Kohlhammer 2020.

Die Autorin, angehende Pastoralreferentin der Diözese Rottenburg-Stuttgart, legt mit diesem Band ihre Dissertation vor. Sie trifft eine „Option für die Suchenden“ und fordert auch von der Pastoral diese vorrangige Hinwendung zu den Suchenden, „ihre Sichtweisen als ein kritisches Korrektiv für das eigene theologische und pastorale Handeln zu deuten“ (286).

Die Arbeit kreist um die beiden Begriffe „Leutetheologien“ und „Schwellenchrist*innen“ – beide im Plural, sie verbleibt aber nicht auf der begrifflichen Ebene, sondern wird empirisch anhand von qualitativen Interviews mit Personen, die im Schwellenraum leben zwischen säkular und sakral, zwischen Kirche und Welt, in einer Art Kontaktzone zwischen religiöser Suche und institutioneller Distanz, vielleicht auch eine Art Warteraum für Gottesberührungen.

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Prof. Dr. Michael Schüssler: Mehr Theologie wagen. Ereignisbasierte Pastoral

16 Theologen und Theologinnen aus der pastoralen Praxis der Diözese Rottenburg-Stuttgart treffen sich mit Prof. Dr. Michael Schüssler in einem Ereignis-Camp. Hier finden Sie den komprimierten Inhalt mit Buchtipp.

Das Schöne an der Kirchenentwicklung ist, dass sie bei Strukturfragen nicht stehen bleiben muss, auch nicht bei Programmfragen und nicht einmal bei Innovationsprojekten.

Denn irgendwann stellt sich für die Pastoral die Frage der Theologie, nämlich welche Theologie ihr zugrunde liegt und wie sie diese realisiert. Dann kommen die wichtigen Fragen auf den Tisch, z.B. wie man in einer wissenschaftlich geprägten Welt von Gott sprechen kann, wie man in der heutigen Zeit an Gott glauben kann und wie und wo dieser Gott heute wirkt, von dem man sprechen wollte und an den man glauben könnte.

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Gemeinde auf Zeit. Gelebte Kirchlichkeit wahrnehmen, Praktische Theologie heute

Bubmann/Fechtner/Merzyn/Nitsche/Weyel (Hg.):

Gemeinde auf Zeit. Gelebte Kirchlichkeit wahrnehmen, Praktische Theologie heute

Bd.160, Stuttgart: Kohlhammer 2019.

Das Buch ist eine Aufsatzsammlung aus dem evangelischen Kontext und ist Teil eines kooperatives Forschungsprojektes zu diesem Thema „Gemeinde auf Zeit“.

Aus katholischer Sicht ist Interessantes zu erwarten, denn zum einen scheint uns die evangelische Kirche noch gemeindefixierter als die eigene, zum anderen ist diese daher noch mehr gezwungen, den Gemeindebegriff zu klären und andere Formen gelebter Kirchlichkeit darauf zu beziehen oder dies genau nicht zu tun.

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Norbert Scholl: Gott – der die das große Unbekannte. Staunens-Wertes und Frag-Würdiges

Norbert Scholl: Gott – der die das große Unbekannte. Staunens-Wertes und Frag-Würdiges, Ostfildern: Matthias Grünewald Verlag 2020.

Der emeritierte Professor für Katholische Theologie und Religionspädagogik Norbert Scholl traut sich zu fragen: „Kann man es denkenden und kritisch eingestellten Menschen verübeln, wenn sie sich schwer tun, heute an einen tatkräftigen personalen Gott zu glauben? Wenn sie überhaupt nicht mehr an einen ‚Herr‘-Gott glauben können?“ Und er gibt zu: „Wenn man erst einmal angefangen hat mit dem Fragen, dann kommt man an kein Ende mehr ...“ (17f)
Das Buch Gott – der die das große Unbekannt stellt sich, ich möchte sagen endlich, den Fragen, denen wir als Theolog*innen und als Kirche nicht mehr ausweichen können.

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Pastoral am Puls. Glaubenswege gehen - geistliche Prozesse leiten

 

  Das Buch, herausgegeben von Michael Gerber, Hubertus Branzten, Kurt Faulhaber und Bernhard J. Schmid führt in die pastorale Schriftrolle ein, zeigt viele Anwendungen und begründet diese theologisch.

 HIER finden Sie die ausführliche Besprechung mit vielen Zitaten und einer Verbindung zum Abendritual des  Nachhaltigen Sonntags.

www.nachhaltiger-sonntag.de (hier finden Sie auch die Symbolkarten)

 

 

 

 

Christoph Theobald - Hören, wer ich sein kann. Einübungen.

Pfarrvikar Lorenz Rösch hat das Buch "Hören, wer ich sein kann" für uns gelesen und in Thesen zusammengefasst.
Christoph Theobald beschreibt darin die geforderte kirchliche Umkehr zu einer Pastoral der Ermöglichung von Berufungs-Erfahrung und der Begleitung von Berufungs-Entfaltung.

Die Thesen finden Sie hier

 

 

 

 

 

 

Kübra Gümüşay- Sprache und Sein

Kübra Gümüşay hat mit „Sprache und Sein“ ein hochaktuelles Buch geschrieben – in politischer und in kirchlich-theologischer Hinsicht. Christiane Bundschuh-Schramm über das Benennen und die Utopie des freien Sprechens.

Die Rezension finden Sie unter www.feinschwarz.net/die-macht-der-sprache/

 

 

 

 

 

 

Robert Misik - Die falschen Freunde der einfachen Leute

Robert Misik stellt in der landläufigen Rede, in den Medien und auch in der Wissenschaft Vereinfachungen im Wahrnehmen und Denken fest, die der komplexen Realität nicht entsprechen.
Daher zeigt er in diesem Buch differenzierte Bilder und Sichtweisen, die die Phänomenen, denen wir gesellschaftlich begegnen, eher treffen.

Wenn Pastoral nicht bei der Kirche, sondern bei den Menschen anfängt, wenn wir von den Menschen her auf Kirche schauen und nicht umgekehrt, dann hilft dieses Buch, mehr zu sehen.

Robert Misik: Die falschen Freunde der einfachen Leute, edition suhrkamp, 2019.

Hier finden Sie das Exposé zu den Hauptthesen und Fragen an die Pastoral

 

 

 

 

Andreas Reckwitz: Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne

Den Anfang macht Andreas Reckwitz mit seinem neuen Buch Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne.

2019 hat Andreas Reckwitz ein neues Buch vorgelegt, in dem er seine Thesen aus „Die Gesellschaft der Singularitäten“ weiterführt und präzisiert. Er bietet auch hier wieder eine nüchterne Gegenwartsanalyse, die die Paradoxien und Ambivalenzen der Gegenwart sichtbar macht, um über Schritte zu ihrer Veränderung nachzudenken. So zeigt er noch deutlicher als im Vorgängerbuch die Doppelstruktur der Spätmoderne als eine von Singularisierung und Polarisierung.

Für Theologie und Pastoral ergeben sich daraus wichtige Themen und Fragen, z.B.

-      Inwieweit verstärken Kirche und Pastoral die Singularisierung, obwohl sie sie verbal oft ablehnen?

-      Inwieweit ist Religion für bestimmte Personen ein Mittel der Abschottung und Abgrenzung?

-      In welchem Bezug stehen Kirche und Pastoral zur neuen Drei-Klassengesellschaft?

-      Wie können Kirche und Pastoral die Arbeit am Allgemeinen unterstützen?

Hier finden Sie Exposé und Themen und Fragen, die sich für de Pastoral ergeben.

Mehr zu Andreas Reckwitz und seinem Buch:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/soziologe-andreas-reckwitz-das-zeitalter-der-deregulierung.2162.de.html?dram:article_id=461883

 

 

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