Pfarrbüro im Wandel

Seit zwei Jahr arbeitet eine Projektgruppe mit mehreren Arbeitsgruppen an der Weiterentwicklung der Pfarrämter in unserer Diözese. Ziel ist es, mit fortgeschriebenen Leitlinien Standards zu setzen, wie Pfarrämter in Zukunft noch besser den Herausforderungen und Veränderungen der Pastoral, vor allem aber den Bedürfnissen der Besucher*innen und Auftraggeber*innen der Pfarrämter gerecht werden können.

Mit großem Einsatz von Zeit und Kraft entwickeln VertreterInnen von Hauptabteilungen des Bischöflichen Ordinariats, der Pfarramtssekretärinnen und der Pastoralen Dienste im Rahmen dieses Projektes Ideen und Lösungen für drängende Fragen in diesem wichtigen Bereich kirchlicher Organisation. Dabei werden die relevanten Themen angesprochen und diskutiert. Die Projektgruppe entwickelt konkrete Ideen und Modelle zur Verbesserung der Arbeit vor Ort. Für viele ist das Pfarramt und sind die dort arbeitenden Menschen erste Anlaufstellen, wenn sie Kontakt zur Kirche suchen und ihre Dienste in Anspruch nehmen möchten.

Dieses Projekt findet im Rahmen des Prozesses „Kirche am Ort -Kirche an vielen Orten gestalten“ statt. Eine Projektleitung (Andrea Weber) ermittelt die benötigten Daten und Informationen und koordiniert die Arbeit aller Beteiligten. Diözesane Gremien werden regelmäßig informiert und geben Resonanz.

Inzwischen wurde eine Aufgabenkritik für die Arbeit der Pfarramtssekretärinnen durchgeführt, und gelistet, was Aufgaben in einem Pfarramt sind, und was auch nicht. Bei allen Spielräumen in der Ausgestaltung der Arbeit vor Ort muss darauf geachtet werden, dass nicht immer mehr Aufgaben, für die sich keine Mitarbeiter*innen mehr finden, im Pfarramt und letztlich bei den Sekretärinnen landen und dort zu Frust und Überlastung führen. Die Not, die hier drückt und nach Veränderungen im Bereich des Stundendeputats ruft, ist im Blick. Inzwischen hat die BO-Sitzung einer neuen Deputatsberechnung ab 1.1.2021 zugestimmt und weitere Kürzungen der Deputate bei Neubesetzungen ab 1.3.2020 ausgesetzt. Das neue Berechnungsschema ist in der Juniausgabe des Kirchlichen Amtsblattes veröffentlicht.

Ein großes Entwicklungspotential zeigt sich bei der Strukturierung der Arbeit von Pfarrbüros in Seelsorgeeinheiten und Gesamtkirchengemeinden. Was wird wo und wie gearbeitet? Muss jedes Pfarrbüro alle Aufgaben wahrnehmen oder gibt es Entlastungseffekte, wenn in einem gemeinschaftlichen Pfarrbüro Aufgaben gebündelt werden, die Erreichbarkeit verbessert wird und Kolleginnen einander vertreten können. Weitere Themen sind die räumliche und technische Ausstattung, die Fort- und Weiterbildung von Pfarramtssekretärinnen sowie die zukünftige Sicherstellung
fachlicher Begleitung der Arbeit von Pfarrämtern. Hierzu, auch das ist durch die BO-Sitzung bereits entschieden, wird nach Abschluss des Projektes auf Diözesanebene eine „Fachstelle Pfarrbüro“ eingerichtet, zunächst befristet auf 5 Jahre.

Die Bandbreite der Themen und die Verbindung pastoraler, organisatorischer und amtlicher Aufgaben ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Ziel des Projektes ist es, bis Ende des Jahres zusammen mit den verantwortlichen Gremien Entscheidungen zu treffen und diese bis Mitte 2021 in Gestalt neuer Leitlinien den Gemeinden zur Verfügung zu stellen und deren Umsetzung zu unterstützen.

Michael Elmenthaler, Prozesskoordination Kirche am Ort
Andrea Weber, Projektleitung „Pfarrbüro im Wandel“

Download:

- Aufgabenliste zur Erstellung einer Arbeitsfeldbeschreibung

- Richtlinien 2021 für die Berechnung der wöchentlichen Arbeitszeit von Pfarramtssekretär*innen

 

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